Unterricht und Tagesablauf

Die unterrichtlichen Angebote organisieren sich anhand eines Wochenplanes. Dieser bietet die Möglichkeit, sich für einzelne Unterrichtsschwerpunkte zu entscheiden und Unterrichtsthemen mitzugestalten.
 
Die Unterrichte beginnen um 8:30 und dauern bis 15:30. Im Anschluss finden verbindliche sozialpädagogisch betreute Angebote und Aktivitäten statt.

Neben den herkömmlichen Unterrichten liegen Schwerpunkte auf projektbezogenem Arbeiten im Alltag, in der Schulwerkstatt, auf "echten  Baustellen", in künstlerischen Tätigkeiten und in erlebnispädagogischen Unternehmungen und Reisen. Sie vermitteln ganzheitliche Allgemeinbildung im Sinne einer "Lebensschule". Wir wollen  dadurch Eigeninitiative und Freude am Leben und Lernen neu erwecken.

In der Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten, sinnvollen praktischen Aufgaben entdecken die Jugendlichen die eigenen Fähigkeiten und lernen diese zu pflegen und gezielt einzusetzen – für sich und andere. Nicht zuletzt nimmt die Projektprüfung als viertes Hauptprüfungsfach eine exponierte Stellung ein.

Forum
Das Herz unserer Gemeinschaft ist das morgendliche Forum. Ein Ort der Sammlung und sprachlicher Besinnung, in dem Angelegenheiten des Zusammenlebens, Ideen, Impulse und persönliche Bedürfnisse eingebracht werden können.

Gemeinsame Mahlzeiten
Der Morgen beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück. Das Mittagessen wird von unserem Koch und den Schülern selbst zubereitet. Hier sammeln die Schüler hauswirtschaftlich-lebenspraktische Erfahrungen und können sich auf die Kochprüfung vorbereiten. Der Schultag endet mit einem gemeinsamen Abendessen.

Zusammenarbeit mit den Eltern
Die Erfahrungen und Ressourcen der Eltern werden genutzt. Es wird seitens der Werkstattschule nur der Teil der Verantwortung übernommen, den die Eltern selbst aktuell nicht wahrnehmen können.

Den Eltern soll perspektivisch ermöglicht werden, ihre Erziehungsverantwortung zunehmend wieder wahrzunehmen, so daß der junge Mensch ins familiäre Umfeld zurückkehren kann oder in der Lage ist, auf eigenen Füßen zu stehen. Einen offenen und vertrauensvollen gegenseitiger Austausch erachten wir als notwendig. Eine wertschätzende Grundhaltung der bisherigen Erziehungsleistung der Eltern gegenüber ist uns ein Anliegen und soll von eventuell bestehenden und das System belastender Schuld und Selbstvorwürfen befreien.